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Neue Meister

Unter "neue Meister" seien hier einige der Musiker genannt, die überwiegend seit Beginn des neuen Jahrhunderts für Aufsehen sorgen. Ob im Blues, Jazz, Pop oder bei zeitgenössischen Songwritern, immer öfter ist die Ukulele heute als Begleitinstrument zu hören. Dem "Hype" der letzten Jahre verdankt sich, dass es für populäre Stars des Shwobizz mittlerweile fast zum guten Ton gehört, wenigstens einen kleinen Abstecher zur Ukulele machen
.

Die groß geschriebenen Namen sind teilweise mit der Wikipedia, der "Ukulele Hall of Fame" oder den eigenen Websites der Musiker verlinkt (Inhalte meistens englisch) - für die Richtigkeit und Aktualität der hier wie dort verfassten Inhalte kann ich mich nicht verbürgen. Wer einen nicht mehr aktuellen Link bemerkt, dem wäre ich für eine Mitteilung dankbar.

Jake Shimabukuro... Sein Video des Beatles-Klassikers "While my guitar gently weeps", aufgenommen im New Yorker Central Park, räumte auch bei letzten Zweiflern Vorbehalte aus, dass es sich bei der Ukulele nur um reine hawaiianische Folklore handele... Mitlerweile ist er der gefeierte Star der weltweiten Ukulele-Szene und es bleibt nicht viel zu erzählen - das überlasse ich ihm selbst in seinem eigenen Youtube-Kanal.

Das Duo Bosko & Honey sorgt von Australien her für eine weltweite Popularisierung der Ukulele, erstens durch ihre Weltreise - Ukulele Safari 2008 - und durch ihre Ukulele Safari Oz in Australien, zu der sie Ende 2009 mittels eines Ukulele-Videowettbewerbes einen Gewinner einluden. Auf diese Weise trafen sie auf etliche Spieler aus aller Welt oder machten diese miteinander bekannt. Ihr Repertoire ist - crossover - zwischen Blues, Folk, Jazz und Weltmusik angesiedelt. Ihre Unternehmungen sind in sehr guter Qualität auf Youtube dokumentiert.

Bosko & Honey

Herman Vandecauter



Der Belgier Herman Vandecauter - einer der Teilnehmer des oben genannten Videowettbewerbes - kommt eigentlich von der klassischen Gitarre und von der Barocklaute, seine Spezialität sind daher die Komponisten der Ära Bach - die alte Musik. Im Spätsommer 2010 konnte ich ihn für ein exklusives Konzert zum Ukulele Festival Laubegast einladen. Die Ukulele entdeckte er erst vor zwei Jahren, verriet er mir, doch dafür offenbar mit um so größerer Intensität. Vor allem widerlegt seine Interpretation von Komponisten der Renaissance und des Barock endgültig das Klischee, Ukulelen seien nur Spielzeug für Kinder, aber kein ernst zu nehmendes Instrument.

Der Kanadier James Hill gehört zweifellos zu den umtriebigsten Ukulele-Aktivisten der Gegenwart, sein Terminkalender ist voll. Bei Konzerten demonstiert er die Vielseitigkeit der Ukulele, zum Beispiel den gleichzeitigen Einsatz zur Akkordbegleitung, Melodiespiel und Percussion! Als Ukulelelehrer denkt er gar darüber nach, einmal ein Lehrbuch für Ukulelelehrer zu verfassen... Er spielt auch Geige und anderes, was Saiten hat, lässt sich vom Cello begleiten und versteht es, die Medien für seine Mission zu begeistern.

Israel Bruddah Iz Kamakawiwo'ole (Hawaii, 1959 - 1997) ist in erster Hinsicht eine außergewöhnliche Stimme, die in einem Körper von unübersehbaren 340 Kilo steckte. Mit 38 Jahren an seiner Fettsucht gestorben, wurde er in seiner Heimat sofort zur Kultperson und ging in die Geschichte der Ukulele ein, besonders mit seinem in Reggae-Stilistik gecoverten Medley zweier Jazz-Standards - Somewhere over the Rainbow / What a Wonderful World, veröffentlicht ertsmals 1993. Auf Youtube kursieren seit Jahren Videos, mittlerweile auch zahlreiche Coverversionen davon. Ein geschäftstüchtiger Musikverlag erwarb schließlich die Rechte von einem kleinen Weltmusik-Label und brachte das Original am 3. Sept. 2010 als CD und zum Internet-Download heraus. In der Folge schaffte es der Song in Deutschland auf Nummer 1 der Charts, was seine Popularität weiter multiplizierte. Weltruhm post mortem - das Internet macht's möglich...


Taimane Gardner - außerhalb ihrer Heimat Hawaii bis vor einigen Jahren noch ein Geheimtipp, zieht die junge Virtuosin inzwischen alle Register des Showbiz, überzeugt besonders mit feurigen Klassikadaptionen, ist sonst in allen populären Genres von Latin bis Rock'n'Roll heimisch. Und wenn sie dazu geschmeidig wie eine Tigerin über die Bühne gleitet, ist auch das Auge des Betrachters gefesselt.