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Meine Ukulelen

Für den Unterricht nutze ich in Handarbeit gefertigte Ukulelen des deutschen Instrumenteherstellers Brükoaus Kitzingen, Bayern, meine erste Ukulele war die Brüko Nr. 4, aus Fichtenholz (Foto rechts). Das Sortiment hat sich im Laufe der Jahre jedoch sehr erweitert. Aus rein optischen Gründen bevorzuge ich persönlich die neueren Modelle aus Ahorn, vom Klang her und von der Spielbarkeit gehören alle Instrumente zur Kategorie beste Qualität. Die aktuellen Serienmodelle (Nr. 5 und 6) sind ab 130. Euro erhältlich - das mag verglichen mit Preisen aus dem Musikladen teuer klingen, aber wir reden hier von solide hergestellten Instrumenten, und die braucht man nun mal, wenn man solide lernen will...
 
Meine Uke
Ukulele Nr. 4 von Brüko
Ein Besuch bei Brüko
     
Ebenfals von Brüko ist dieser Prototyp einer Langhals-Ukulele, aus weißem Ahorn, mit 3/4-Zarge und wie Nr. 4 (oben) mit gewölbtem Boden. Für die Bühne ließ ich mir nachräglich zwar einen Tonabnehmer einbauen, nutze sie aber überwiegend akkustisch. Damals gab es noch keinen passenden Koffer dafür, heute schon.
 
     

Neben einem gutem Sortiment an akkustischen Modellen hat sich Rick Sauer (Risa) aus Groß-Umstädt in Hessen, auf elektrische Ukulelen spezialisiert, er vertreibt aber auch Originale aus Hawai. Während der Musikmesse in Frankfurt (2008) drückte er mir diese zierliche Soprano in  die Hände, aus Koa-Holz und im klassischen Stil der 1920er gebaut, mit Intarsien verziert. Da sie bis in die höchsten Bünde völlig bundrein ist, eignet sie sich vor allem zum solistischen Melodiespiel, beim Akkordspiel klingt sie etwas dünn, das heißt: leise. Der dezent eingebaute Tonabnehmer macht sie zwar bühnentauglich, aber ihre akkustischen Feinheiten kommen elektrisch verstärkt nicht zur Geltung. Zur damaligen Zeit musste man für eines der auf 15 Stück limitierten Modelle an die 500 Euro locker machen - das ist die Rarität sicher wert, zum täglichen Üben würde ich sie nicht nutzen...

 
     
 
Richtig teuer geht es auch. Zur oben genannten Musikmesse in Frankfurt erkundigte ich mich am Stand eines renommierten Gitarrenherstellers nach einer im Katalog abgebildeten Ukulele. Der Grund, weshalb dieses  schnucklige Modell aus Kirschenholz nicht draußen zum Probieren ausgestellt war, beantwortete sich nach der Frage, was man dafür im Laden berappen müsste, von selbst: 2500 Dollar... Da muss der prüfende Blick reichen - auch weil ein Urteil darüber, ob der Klang des Instrumentes den Preis wirklich rechtfertigt oder ob hier nur eine Legende teuer verkauft werden soll, schon wegen des Lärms in den Ausstellungshallen unmöglich war.


Option: Hauptsache billig?


Die nach dem Motto "Geiz ist geil" verkauften Ukulelen aus asiatischer Produktion haben meist nur dekorativen Wert. Selbst einige, auf den ersten Blick edel wirkende Modelle der leicht gehobenen Preisklasse weisen inakzeptable Mängel auf. Größte Schwachstelle ist das Klirren der gegriffenen Saiten auf den folgenden Bundstäben, von Bundreinheit ganz zu schweigen. Diese Geräte verdienen die Bezeichnung Instrument nicht, ich fasse sie lediglich zur demonstartiven Abschreckung an...


Bei den meisten Importen aus Ostasien ist auch die Brücke zu schmal und damit die Klebefläche zu gering. Sind von dieser Fläche auch noch die Löcher für die Saitenbefestigung ausgespart, bietet der völlig ungeeignete Klecks Holzleim nicht mehr genügend Haftung. Selbst als Accesoir in der Schrankwand wird man damit nicht lange Freude haben. Denn irgendwann des Nachts ist ein seltsames Knacken zu vernehmen, bevor die Brücke der Saitenspannung nachgibt und mit einem Knall das Weite sucht! Desweiteren ist nicht alles Gold, was glänzt! Auch Modelle zu schon Vertrauen erweckenden Preisen (ab 100 Euro) sind vor den genannten Mängeln nicht gefeit. Hübsche Perlmut-Intarsien (aus Plastik...) gaukeln zwar Noblesse vor, aber spätestens beim Zupfen einer Saite weiß der Fachmann, dass er Schrott in den Händen hält. Ebenso wenig garantiert mir heutzutage der Name eines weltbekannten Marke noch Qualität.

Da Ukulelen im Musikladen von Verkäufern eher weniger ernst genommen werden, liegen sie meist auch ungestimmt im Regal. Das Prüfen der Spielbarkeit und des Klangs ist aber nur im stabil gestimmten Zustand möglich. Die zum Testen nötige Ruhe ist in den Läden leider auch selten vorhanden. Bei Reklamationsansprüchen berufen sich Verkäufer heute gern auf das Nachbesserungsrecht nach europäischer Gesetzgebung, anstatt die Ware - wie früher üblich - einfach zurück zu nehmen. Oder Sie werden gleich mit dem Satz konfrontiert: Was haben Sie denn für diesen Preis erwartet!


Alternative: Qualität aus erster Hand!

Aus oben genannten Gründen bestelle ich Ukulelen, für mich oder auf Wunsch für meine Schüler, nur direkt beim Hersteller, wegen meiner guten persönlichen Erfahrungen vorzugsweise bei Brüko in Bayern. Ich stelle für die ersten Stunden auch Leihinstrumente zur Verfügung. Bei anderen Instrumenten wie z. B. Gitarren begleite ich meine Schüler in ein Geschäft meines Vertrauens. Das Minmum beim Kauf unter solchen Bedingungen ist für mich das Rückgaberecht innerhalb einer angemessenen Testfrist. Das räumt ein Laden, der auf seinen guten Ruf bedacht ist, langjährigen Kunden wie mir natürlich ein. Nur so ist gewährleistet, dass Schüler gleich zu Beginn mit einem guten Instrument lernen können. Unter dem mache ich es nicht.


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