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Der "Ukulelisator"

Oha! Er hat also eine Katze?


         
Irrtum! Da müsste er ja Katzenfellallergiker/innen heimschicken. Es kann aber schon mal vorkommen, dass sich das liebe Haustier einer Schülerin auf dem Weg zum Unterricht nicht abwimmeln lässt. Vom lieblichen Klang der Ukulele angezogen macht es sich natürlich gleich gemütlich - und wie es seiner Eingenart entspricht natürlich im Mittelpunkt des Geschehens, also auf dem "Lehrstuhl" des Meisters.

Vom Mitbringen größerer Tiere bitte ich inbesondere meine Pferdenärrinen gänzlich abzusehen. Kleinere Tiere (als Katzen) sind während des Unterrichts beim Hausmeister abzugeben.

     

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Am 15. September lief im Kinderprogramm Kakadu ein Beitrag über die Ukulele. Moderator Rüdiger Bischoff sprach unter anderem mit dem Ukulelisator aus Laubegast... Auszüge  

 

Nun mal schön der Reihe nach

Wie fing das eigentlich alles an?
Der mit der Ukulele

Meinen bürgerlichen Namen kann - und muss sich niemand merken... Fortan war ich "Der mit der Ukulele". Meine Liebe zur Ukulele entdeckte ich Ende der 90er in Berlin eher zufällig - nach einem Konzert der amerikanischen Blues-Legende Taj Mahal. Zu seiner Band gehörten damals auch drei hawaiianische Ukulelisten. Am nächsten Tag wollte ich eigentlich nur Saiten für meine 12-saitige Gitarre besorgen - doch im Musikladen rief mich unentwegt so ein kleiner Viersaiter: "Bitte, kauf mich! Ich liege schon so lange unbeachtet hier herum..." Ich konnte nicht widerstehen, so kam ich zu meiner ersten Ukulele.


Mit der Zeit zog mich das liebliche Instrument immer mehr in seinen Bann, bis ich die Klampfe fast ganz aus der Hand legte. Zurück in meiner alten Heimat Dresden, begann ich Ende 2003 einige Kinder zu unterrichten, und bald hatte ich die gesamte Nachbarschaft als Schüler/innen. Im Frühling 2005 sollten sie einen ersten großen Auftritt erleben, daraus wurde das alljährliche Maifest Kinder für Kinder - und das seit dem in Laubegast weltbekannte Ukulele Orchester Laubegast erfreut seither zu etlichen Anlässen ein Publikum von Jung und Alt.



Unterwegs


Und immer unfallfrei?


Ja, zum Glück! Ob auf zehnspurigen Highways in Los Angeles oder im Linksverkehr mitten im Gewühl der englischen Metropole London, so leicht bringt mich nichts in Panik. Wenn es auch "daheeme" am schönsten sein soll, so zog und zieht es mich immer wieder auf Reisen, in den letzten Jahren eher abseits der großen Städte, aber dafür natürlich nur noch mit Ukulele - im Sommer 2010 auf meine Scandinavian Ukulele Safari, bei der ich beeindruckende Landschaften sowie die Bekanntschaft und Gastfreundschaft großartiger Musiker erfahren durfte.



Darf's ein Ständchen sein? Eigentlich ist meine wertvolle Zeit unbezahlbar. Aber wer sich's unbedingt leisten will, muss außer dem Beitrag zu meinem Lebensunterhalt auch die Gebühr für meine elegante Garderobe locker machen...

Mag das Portrait auf der CD-Hülle auch einen grimmigen alten Zausel zeigen: Mein Program besteht dennoch aus heiteren, selbstironischen Liedern.

Nach einigen Jahren des Ukulele-Unterrichts für Kinder war es nur eine Frage der Zeit, bis all die lustigen Lieder, die dabei entstanden, auf einer weiteren Tonkonserve versammelt wurden
Leseproben.

 

Live ist live...

Ein- oder zweisam?


Aufnahmen von Auftritten sind eine Rarität - man kann sich ja nicht selbst filmen, wenn man auf der Bühne steht. Deshalb kann ich hier nur mit einigen Videos dienen, die andere bei Veranstaltungen mitschnitten und mir freundlicherweise zur Verfügung stellten. Weltschmerzgesänge sind nicht mein Ding. Bei meinen Vorführungen bleibt dennoch kein Auge trocken, entweder wegen meiner Galanterie, der einfach kein Weib widerstehen kann, oder weil doch im Grunde jeder Zuhörer ein "verkanntes Genie" in sich sieht, das sich immer wieder dabei erwischt, zu bemerken, wie "traurig" es is, vom Rest der Welt völig missverstanden zu werden ;-)


"Song Slam" in der "Scheune", 2008
"Poetengeflüster" im Lingnerschloss, 2008


Die Bühne ist das Lebenselixier eines Musikers, doch die Weitergabe der eigenen Erfahrung ist eine Quelle gegenseitiger Inspiration. Daher gewann der Unterricht bei mir wachsende Bedeutung; manchmal ist er mühsam, manchmal führte er zu neuen Liedern und Instrumentalstücken. Meine Methodik ist 100 Prozent praxisbezogen und der sogenannte Spaßfaktor kommt nicht zu kurz. Als Schwerpunkte betrachte ich Rhythmik und Dynamik - klingt wie selbstverständlich, ist es aber nicht überall... Hier einige Einblicke in weniger konventionelle Stunden.

Bleibt noch zu sagen, dass es für mich schon vor der Ukulele ein emsiges Leben gab, sowohl mit als auch ohne Musik. Ich habe sogar einen Facharbeiterbrief als Baggerfahrer - und einen Abschluss als Omnibus-Kutscher. Etliche Jahre saß ich "hoch auf dem gelben Wagen" und hatte mein "Wage voll gelade". Weil mich die große weite Welt vor allem dort interessiert, wo sie nicht so groß ist, setzte ich mich noch einmal auf die Schulbank, paukte erneut Mathe und chemiche Formeln an der Abendschule, um letztlich Ethnologie an der FU Berlin studieren zu können. Dabei unternahm ich eine Exkursion zu den Ureinwohnern Indiens.

Neben der Musik gehören Lesen und Texten zu meinem Leben. Ich schrieb für diverse Zeitschriften. Für sechs Jahre lang gab ich eine eigene, humoristische Zeitschrift heraus -DIE LAUBE, das Zentralorgan der guten Laune. Das viele Sitzen am Schreibtisch erschien mir auf Dauer jedoch ungesund. Zunehmend interessiere ich mich für Fotografie und mache gern Videos über die schönsten Nebensächlichkeiten der Welt...

Das Fachblatt für Fabelei und gute Empfehlungen im Elbtal