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Das Notigste





Einführung

Für folgenden Behauptung wird mich so mancher Musiklehrer hassen: Um das Spielen eines Instrumentes zu erlernen, braucht man keine einzige Note zu kennen!

Sollen sie mich hassen, Tatsache ist aber: Unsere Notenschrift gibt es in der heutigen Form erst seit dem 16. Jahrhundert. Musiziert wurde aber schon lange, bevor es irgendeine Schrift gab - Flötenfunde aus der Steinzeit belegen dies. Das allererste "Speichermedium" war und ist das eigene Gedächtnis. Melodien gehören zu jenen Sinneswahrnehmungen, die am nachhaltigsten in den Windungen des Gehirns hängen bleiben. Die Texte unserer Kinderlieder haben wir vielleicht vergessen, aber deren Melodien sind unverwüstlich.

Manche Musiker, darunter einige der virtuosesten, haben nie eine Note gesehen oder das Instrument, das sie spielen - weil sie blind geboren wurden. Es kann daher nur betont werden: Notenschrift ist ein Aufzeichnungsmittel, dessen Kenntnis nützlich ist, Voraussetzung zum Erlernen eines Instrumentes ist sie aber nicht!

Notenkenntnisse sind zum Komponieren oder dann erforderlich, wenn man den Ablauf eines Musikstückes wegen seiner Länge oder Komplexität nicht aus dem Gedächtnis reproduzieren kann. Bei klassischer Musik ist das meistens so. Selbst ein Genie von Dirigent kann den komplizierten Einsatz der verschiedensten Instrumente eines klassischen Orchesters nicht aus dem Stegreif dirigieren. Aber ein Volkslied, Schlager, Song, Blues... alles Gesungene, was wir einfach mit einem Instrument wie der Gitarre oder Ukulele begleiten können, ist überschaubar - diese Art der Musik lebt von der Wiederholung, die Melodien graben sich in unser Gedächtnis ein.

Ein Grund, sich dennoch auch bei leicht eingängiger Musik etwas mit theoretischen Zusammenhängen zu beschäftigen, ist neben dem Erarbeiten von Feinheiten auch das Transponieren der Tonart in eine andere, die zur individuellen Stimme des Singenden passt. Und das ist wiederum von Lied zu Lied sehr verschieden. Um also die Tonart eines Liedes unseren persönlichen Stimmumfang anzupassen, müssen wir transponieren, das heißt die Tonart ändern. Wenn wir uns beispielsweise auf der Gitarre begleiten wollen, kommen wir daher an Grundkenntnissen der Harmonielehre nicht vorbei. Aber selbst dazu benötigen wir noch keine Notenzeichen, sondern müssen lediglich die Bezeichnung und den funktionalen Zusammenhang der Akkorde kennen, die wir dann auf dem Griffbrett greifen.








zum Anfang Der Quintenzirkel

Der Quintenzirkel ist ein Schema, welches die Anzahl und Art der Vorzeichen der Tonarten anzeigt und den harmonischen Zusammenhang verdeutlicht. Die Ausgangstonart ist C-Dur. Sie hat wie ihre parallele Molltonart A-Moll kein Vorzeichen.

In der Flash-Animation links kann man per Klick auf den Rechtspfeil eine Quinte (Fünftonschritt: quint = fünf) höher, auf den Linkspfeil eine Quinte tiefer gelangen. Quintenzirkel in Form einer Drehscheibe, meist erweitert um zusätzliche Details wie Akkorde für Gitarre und/oder Klavier kann man in jedem besseren Musikgeschäft kaufen. Eine Online-Version mit Griffmustern für Ukulele ist der "Ukulelenzirkel"


Animation mit freundl. Genehmigung vom Jojo Studio

Man kann diesen von C-Dur ausgehenden Quintenzirkel aber auch in Gestalt einer Transponiertabelle darstellen - und muss sich nur vorstellen, dass die letzte Zeile auch schon vor der ersten steht - mit C anfangend und mit F endend, muss man als Anschluss also wieder in die erste Zeile springen. Vorteil dieser Darstellung ist, dass man die Akkorde eine beliebige Tonart in eine andere transponieren kann, in dem man in die jeweilige Zeile rutscht. Beim Drehen des Quintenzirkels wird die Ausgangstonart verdeckt, man müsste also öfters hin- und herdrehen, um alle Akkorde in die gewünschte Tonart übersetzen zu können.

Die meisten Lieder sind harmonisch so einfach aufgebaut, dass man sie mit nur zwei oder drei Akkorden begleiten kann.
Die für solche einfachen Lieder nötigen Akkorde finden wir in der Transponiertabelle in hellblau unterlegten Spalten. In der Regel (99 %) entspricht die erste (über den Noten oder über dem Liedtext angegebene) Akkordbezeichnung eines Liedes der Tonart, in der das Lied notiert ist. Und mit noch größerer Wahrscheinlichkeit endet ein Lied mit dem der Tonart entsprechenden Akkord - im Zweifelsfall orientiert man sich daher am letzten Akkord - denn von Noten und jenen die Tonart bezeichnenden Vorzeichen haben wir ja bisher noch keine Schimmer. Die sehr wenigen Ausnahmen von dieser Regel sind dem Umstand geschuldet, dass einige Komponisten auch mal die Norm verlassen, um besonders das Ende etwas seltsamer klingen zu lassen.



zum Anfang Harmonielehre

Harmonielehre ist der Teil der Musiktheorie, der die funktionalen Zusammenhänge der Akkorde beschreibt, die in einem Lied oder Instrumentalstück vorkommen. Für die Liedbegleitung ist sie von grundsätzlicher Bedeutung. Ein Lied, an dessen Anfang beispielsweise ein C als Akkord angegeben ist, steht fasst immer in der gleichen Tonart, in diesem Fall also in C-Dur. Dieser erste Akkord, der Grundakkord, wird als Tonika bezeichnet. Bei einem Lied mit zwei Akkorden ist der zweite Akkord fast immer der genannte Dominant-Akkord, im Beispiel von C (als Tonika) wäre das G (als Dominant-Akkord). Dieser Dominantakkord "dominiert" das Lied insofern, als er abwechselnd mit der Tonika gespielt wird, auf der das Lied in der Regel enden wird. Unsere Hörgewohnheit erwartet am Liedende immer eine Auflösung zur Tonika, noch größer ist diese Erwartung ("Spannung") beim so genannten Dominant-Septimakkord, kurz: Septakkord. Und weil dieser (wegen der höheren "Spannung") fast immer benutzt wird, ist er in der folgenden Tabelle angegeben, seiner Funtion nach nun als Dominant-Septime. Die Akkordbezeichnung ist in unserem Beispiel dann G7. Die Dominant-Septime ist ein "Dreiklang" plus einem zusätzlichen vierten Ton auf der siebenten Tonstufe, also ein Vierklang. Besteht der C-Dur-Akkord beispielsweise aus den Einzeltönen c, e und g, hätte der Septakkord C7 zusätzlich den um einen Halbton erniedrigten Ton der siebenten Tonstufe (sept = sieben), also ein b. Als dritter Akkord einer Dur-Tonart kommt die Subdominante ins Spiel - übersetzbar als "Vordominante" (wörtlich: Unterdominante), weil sie "nur" eine Ergänzung der Dominante bzw. Dominant-Septime ist. Diese drei Akkorde werden als Hautakkorde bezeichnet, sie sind das Grundgerüst der meisten Lieder, in folgender Tabelle als hellblau unterlegte Spalten in allen 12 Dur-Tonarten. In einer geringeren Anzahl von Liedern kommt die Tonika-Moll-Parallele hinzu - in der Tabelle dunkelblau unterlegt. Dieser Akkord ist gleichzeitig Tonika der parallelen Moll-Tonart, zu der wir später kommen.

  • Wollen wir nun ein Lied, das mit den genannten Akkorden aufgezeichnet ist, in einer anderen Tonart spielen, beispielsweise in D statt in C, transponieren wir diese Akkorde, indem wir in folgender Tabelle zum D in der Tonika-Spalte rutschen und lesen dann ab, was in dieser Zeile als Dominant-Septime angegeben ist - bei Tonika D wäre das dann die Dominantseptime A7.

  • Von der ersten Zeile (C-Dur) bis einschließlich der sechsten Zeile (H-Dur) ist die Systematik unserer Tabelle leicht erkennbar. Etwas verwirrend scheint es ab der siebten Zeile (F# / Gb) zu sein. Die Tonarten Fis wie Ges entsprechen ein und derselben Tonhöhe, die aber verschieden notiert werden kann. Sie liegen quasi auf dem "Schnittpunkt" des Quintenzirkels. Dort spricht man von der enharmonischen Verwechslung, zum besseren Verständnis könnte man auch harmonische Überschneidung - oder harmonische Schnittstelle sagen. Was dies in der Praxis des Gitarrespielens bedeutet, wird im Kapitel Akkorde erklärt.


zum Anfang Transponiertabelle - harmonische Funktion von Akkorden
1. Tonstufe 2. Tonstufe 3. Tonstufe 4. Tonstufe 5. Tonstufe 6. Tonstufe
Tonika Moll-Subdominante Tonika-Gegenakkord Subdominante Dominant-Septime Tonika-Moll-Parallele
C Dm Em F G7 Am
G Am Hm C D7 Em
D Em F#m G A7 Hm
A Hm C#m D E7 F#m
E F#m G#m A H7 C#m
H C#m D#m E F#7 G#m

F#

Gb
G#m

Abm
Bm (A#m)

Bm
H

H (Cb)
C#7

Db7
D#m

Ebm
Db Ebm Fm Gb Ab7 Bm
Ab Bm Cm Db Eb7 Fm
Eb Fm Gm Ab B7 Cm
B (Hb) Cm Dm Eb F7 Gm
F Gm Am B C7 Dm


Ab Zeile 7 (F#/Gb) obiger Transponiertabelle ändert sich das Vorzeichen. An dieser Stelle ist sowohl die Schreibweise/Notierung in F# (sprich: Fis) als auch in Gb (sprich: Ges) möglich. Man spricht an dieser Schnittstelle (im Quintenzirkel) von der enharmonischen Verwechslung. Die Tonarten werden ab dann (Db, Ab, Eb...) vom nächst höheren Grundton um einen Halbton erniedrigt angegeben. Damit es noch etwas schwieriger wird, heißt das im Quintenzirkel wie in der Tabelle nach Eb folgende Hb plötzlich B... Das kann auch bei Profis zu Verwirrung führen - und soll uns hier nicht näher beschäftigen, denn am generellen Prinzip des Quintenzirkels oder der Transponiertabelle ändert das nichts. Nur zum logischen Verständnis habe ich an einige Stellen in der Tabelle neben der üblichen auch eine "alternative" Schreibweise angegeben - der Musikerlehrer würde darüber vielleicht schmunzeln... Also, aufgepasst: die exakte Schreibweise steht links vor der Klammer!



zum Anfang Das Vorzeichen

In der linken Spalte obiger Transponiertabelle ist eine Abbildung zu sehen, wie sie am Anfang jeder Notierung steht. Aus ihr geht die Tonart (als Vorzeichen, z.B. #) und die Taktart (z.B. 4/4 = Vierviertel-Takt) hervor. Alle Tonarten, außer C-Dur und seine Mollparallele A-Moll, werden am Anfang der Notenline (zwischen Notenschlüssel und Taktangabe) durch Vorzeichen gekennzeichnet. Das Erhöhungsvorzeichen # erhöht von C aus um eine Quinte (auf die fünfteTonstufe), das Erniedrigungszeichen b erniedrigt von C aus um eine Quinte, so dass wir bei F landen. Am besten veranschaulicht dies der Quintenzirkel.

zum Anfang Das Tongeschlecht oder die Tonalität

Der Bergriff Tongeschlecht dient der Unterscheidung von Dur- und Moll-Tonalität. Jeder Dur-Tonart entspricht exakt eine Molltonart: Für C-Dur ist das A-Moll. Diese der Dur-Tonart entsprechende Moll-Tonart heißt Tonika-Moll-Parallele, oder verkürzt auch einfach Mollparallele. In der Akkord-Schreibweise erkennt man den Moll-Akkord am kleinen m, z.B.: C = C-Dur-Akkord, Cm = C-Moll-Akkord. In älteren Liederbüchern überwiegt die kleine Schreibweise für Mollakkorde, z.B. c = C-Moll. International scheint sich die Großschreibung des Akkordnamens mit dem kleingeschriebenen Angängsel m für Moll zu behaupten.

Die meisten Lieder basieren auf der Dur-Tonleiter. Doch das war nicht immer so. Daher wurde die Tonhöhe des sogenannten Kammertons auch nicht für den ersten Ton der C-Dur Tonleiter, sondern für den ersten Ton der parallelen Molltonleiter, also für A definiert. Lieder, die auf der Moll-Dur-Tonleiter basieren, gelten als melancholisch - Moll wird daher seltener bei fröhlichen Liedern verwendet, hat aber gerade bei komischen, ironischen oder selbstmitleidigen Texten einen besonderen Reiz. Das wohl bekannteste "Lagerfeuerlied" in Moll ist "House of the Rising Sun" (House in New Orleans) - meistens wird es in A-Moll, also der Mollparallele von C-Dur gespielt. Um das Lied auf der Gitarre einen Ton höher, also in Hm, klingen zu lassen, kann man einen Kapodaster verwenden, den man im zweiten Bund aufsetzt. Oder aber man transponiert mit Hilfe obiger Transponiertabelle von Am nach Hm - spielt also ohne "Hilfsmittel".




zum Anfang Die C-Dur-Tonleiter



  • Die Töne der C-Dur-Tonleiter sind auf den weißen Tasten des Klaviers angeordnet, wie in der Abbildung oben - nach dem letzten c geht es wieder mit d, e, f, g... weiter. Auf den dazwischen befindlichen schwarzen Tasten liegen die fünf Halbtöne c#, d#, f#, g#, a# einer Oktave.

  • Wie die einzelnen Töne klingen, kann man auf der Flash-Animation links im Bild per Klick auf die Tasten oder die Noten hören.


    Animation mit freundl. Genehmigung vom Jojo Studio

C-Dur-Tonleiter
     
So sind die Noten der C-Dur-Tonleiter auf den Notenlinien plaziert. Diese Tonleiter läßt sich in zwei Abschnitte zu je vier Tönen (Quarten: quart = vier) teilen.

Diese unser Tonleiter besteht also aus acht Grundtönen, nach dem lateinischen octo (acht) als Oktave bezeichnet. Der sogenannte Kammerton "a" ist eine Schwingung mit der Frequenz von 440 Hz. Beim Anschlagen einer Stimmgabel entsteht der Ton durch ein "Zittern" der Gabelenden: 440 Mal pro Sekunde, für unser Auge nicht wahrzunehmen. Einen Ton mit der doppelten Frequenz, also 880 Hz, empfinden wir zwar als höher, aber sonst als identisch. Das hat beispielsweise den Vorzug, dass Kinder oder Frauen mit hohen Stimmlagen mit dem viel tieferen Ton von Männern harmonieren, also gemeinsam und dennoch einstimmig singen können. Eine Besonderheit unserer Tonleiter ist desweiteren, dass jeweils vom vorletzten zum letzten Ton jeder der beiden Quarten (Viererabschnitte) ein Halbtonschritt liegt, also in der C-Dur-Tonleiter von e zu f - und von h zu c. Dieser Halbtonschritt verschiebt sich in anderen Tonarten entsprechend, was in der Notenschrift durch Vorzeichen angegeben wird.

Bleibt zu ergänzen, dass es auch andere Tonsysteme gibt, zum Beispiel die aus Afrika stammende Pentatonik, ein System aus fünf Noten, das sich aber in unser achttöniges System integrieren lässt. In der Musik Asiens gibt es nicht nur Halbtonschritte, sondern auch Vierteltonschritte, die sich mit unserer Notenschrift nicht darstellen lassen. Und es gibt etliche Vorläufer unseres eigenen Notensystems. Haben wir aber nicht die Absicht, Musik aus der Entstehungszeit dieser alten Tonleitern zu spielen, reicht es aus, dies einfach nur zur Kenntnis zu nehmen.


Unser Notensystem ist im Grunde eine mathematische Beschreibung von Tonhöhen und zeitlichen Abständen zwischen den Tönen, letzteres bestimmt den Rhythmus. Beides zusammen ergibt eine Melodie. Was dabei nicht exakt mit Noten, Notenschlüssel, Pausenzeichen etc. wiedergegeben werden kann, wie etwa das Tempo oder das Temperament eines Liedes, wird in der klassischen Musik mit italienischen Begriffen bezeichnet, zum Beispiel: forte = laut; fortissimo = sehr laut; presto = schnell; retardando = langsamer werdend. Für deutsche Volklsieder kann man sich stattdessen natürlich einfach deutscher Wörter bedienen. Und wenn es um Blues oder andere populäre angelsächsische Musik geht, kann man sich auch ans Englische halten, zum Beispiel: slow down = langsamer werdend (retardando). Bei einer Blues oder Jazz Session, wo Musiker sich spontan gegenseitig begleiten, wird man sich eher mit englischen Vokabeln verständigen. Wichtig zu wissen ist dann aber auch, dass unsere Tonart H im Englischen als B (sprich: Bi) und unser B als Bb (sprich: Bi flätt) bezeichnet werden. In englisch-sprachigen Notenheften trifft man nur auf diese Schreibweise - also nicht verwechseln!

  • Unsere Tonleiter besteht also aus sieben verschiedenen Tönen und der dazugehörige achte Ton entspricht dem ersten Ton, auch Grundton genannt - im Falle der C-Dur-Tonleiter also wieder ein c wie am Anfang (c, d, e, f, g, a, h, c). Zur Unterscheidung vom Grundton nennen wir diesen letzten, achten Ton das "hohe C". (Weil dieses "hohe C" mitunter schwer zu singen ist, wurde es sprichwörtlich. Der Name des bekannten, an Vitamin C angeblich reichen Orangensaftes ist also einem Wortspiel, das auf die besondere Qualität des Getränkes anspielen soll.)

  • Diese acht Töne zusammen nennt man Oktave. In der unten folgenden Intervall-Tabelle sind sie weiß unterlegt, da sie den Tönen der weißen Klaviertasten entsprechen. Im folgenden bezeichne ich sie deshalb als "weiße" Töne.

  • Zwischen diesen acht "weißen" Tönen gibt es allerdings noch fünf "schwarze" Töne. Das sind Halbtöne, die in der Mitte zwischen zwei Ganztönen liegen, jedenfalls bei der so genannten temperierten (ausgeglichenen) Stimmung. Auf dem Klavier sind das die schwarzen Tasten, zum Beispiel C# (sprich Cis) zwischen C und D. Wie in der Tabelle zu sehen ist, gibt es zwischen E und F sowie zwischen H und C keine "schwarzen" Töne. Das liegt einfach daran, dass der Abstand von E zu F sowie der von H zu C schon "von Hause aus" nur ein Halbtonschritt ist. Wenn wir eine Tonleiter singen, nehmen wir diese kleine Besonderheit nicht bewusst wahr, da unsere "mitteleuropäischen Ohren" diese Dur-Tonleiter quasi mit der Muttermilch aufgesogen haben.

  • Diese, acht "weiße" Töne umfassende Tonleiter (Oktave = acht Töne) lässt sich in zwei Hälften zerlegen, die man Quarten nennt. Die erste Quarte enthält die vier "weißen" Töne c, d, e, f, die zweite Quarte enthält die vier "weißen" Töne g, a, h, c. Wie in der folgenden Tabelle ersichtlich wird, ist der letzte Tonschritt jeder der beiden Viererabteilungen (Quarten) ein Halbtonschritt - daher gibt es zwischen diesen Tönene keine "schwarzen" Töne.

  • Den Abstand zwischen zwei Tönen nennt man Intervall. In der folgenden Tabelle sind die aus dem Lateinischen abgeleitenden Bezeichnungen dieser Intervalle wie in einer abwärtigen Treppe verdeutlicht, wobei die weißen Stufen die namensgebenden Hauptstufen sind, während die schwarzen demnach Zwischenstufen sind.



zum Anfang Die Intervalle (Tonabstände)

Intervall nennt man den Abstand der Tonhöhe zwischen zwei Tönen. Den Abstand von zwei Ganztönen, zum Beisbiel c-d, nennt man Sekunde oder große Sekunde, den Abstand von drei Ganztönen, beispielsweise von c-d-e, nennt man Terz oder große Terz. Auch d-e-f wäre eine große Terz, c-d-e-f oder d-e-f-g wären dagegen Quarten. Erhöht man diese Ganztonintervalle um einen halben Ton, beispielsweise die Terz d-e-f auf d-e-f
#, so nennt man dies übermäßige Terz, kann das aber auch als verminderte Quarte bezeichnen. Das mag sich in Worten formuliert kompliziert anhören, in Gestalt einer Tabelle wird es übersichtlich. Verwirrend ist auch die unterschiedliche Bezeichnung "klein" und "vermindert" - obwohl beides auf das Gleich hinauskommt.




  


c#





d#
   



f#

 

g#
 



a#

        Tonhöhen auf den Klaviertasten

c

d

e

 f

g

a

h

c  


Tonstufenumfang
Intervallbezeichnung auf Basis
des ersten Tons der C-Dur-Tonleiter
  Halbtonschritte
von c aus
1 Prim   0
1 kleine Sekunde (Sekunde minus Halbton)   1
1 2 große Sekunde   2
1 2 kleine Terz (Terz minus Halbton)   3
1 2 3 große Terz   4
1 2 3 4 reine Quarte   5
1 2 3 4 übermäßige Quarte = verminderte Quinte   6
1 2 3 4 5 reine Quint   7
1 2 3 4 5 übermäßige Quint   8
1 2 3 4 5 6 reine Sext   9
1 2 3 4 5 6 übermaßige Sext = verminderte Septime 10
1 2 3 4 5 6 7 Septime 11
1 2 3 4 5 6 7 8 Oktave 12




zum Anfang Akkorde                    

Akkorde nennt man die aus gleichzeitig klingenden Einzeltönen entstehenden Klänge oder Klangebilde. Der einfache Dur- oder Moll-Akkord ist ein Dreiklang, weil er aus drei verschiedenen (in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehenden) Einzeltönen besteht. Um zusätzliche Töne erweiterte Akkorde wie die häufig benutzten Septakkorde sind demnach Vierklänge.

Da die Gitarre sechs Seiten hat, sind die Akkord-Griffe so aufgebaut, dass einige dieser drei oder vier Einzeltöne mehrfach zu hören sein werden. Die normale Gitarrenstimmung E-A-D-g-h-e erfordert beispielsweise für den E-Dur-Akkord, der aus den Einzeltönen e, g
# und h besteht, dass wir alle nicht zu diesem Akkord gehörigen Saiten so greifen müssen, dass sie als zum Akkord gehörige Töne erklingen. Richtig gegriffen erklingt dann e-h-e-g#-h-e. Beim E-Dur-Akkord klingt der Einzelton e also gleich dreimal - obgleich er nur einmal müsste. Auf der Gitarre bietet die Tonart E-Dur daher die meisten Möglichkeiten, zusätzliche Töne zu greifen, weil wenigstens eine der drei e-Töne immer bleibt. Wegen dieser Häufung des Grundtones im E-Dur-Akkord ist E-Dur besonders beim Blues sehr beliebt. Man kann dann etliche zusätzliche Töne greifen und damit die Begleitung bereichern. Doch was sich gut greifen lässt, ist nicht der Maßstab für das Zusammenspiel mit anderen Instrumenten oder der eigenen Stimme. Abhilfe schafft der Kapodaster, kurz Kapo genannt. Puristen lehnen ihn als "Hilfsmittel" ab, was seinem Zweck nicht ganz gerecht wird - denn entscheidend ist das klangliche Ergebnis und nicht die Art, wie ich es erzeuge.

Bei Einsatz eines Kapodasters im ersten Bund, erklingen beispielsweise der E-Akkord als F - weil die Bundstäbe in Halbtonschritten angeordnet sind und F ein Halbton höher als E ist. Setzen wir den Kapo in den zweiten Bund und greifen E-Dur, erklingt der Akkord als F
#. Das bedeutet: wenn wir die zu E-Dur gehörigen drei Hauptakkorde greifen können, sind wir unter Verwendung des Kapos bereits in der Lage, in mindestens zwei weiteren Tonarten zu spielen, nämlich in F und F#. Schieben wir den Kapo in den dritten Bund, erklingt unser E-Dur-Akkord als G-Dur, im vierten als G# usw. Wir könnten den Kapo noch höher schieben und damit alle 12 Tonarten allein mit den Griffen von E-Dur spielen. In der Praxis geht man mit dem Kapo selten über den fünften Bund hinaus.

Mit ingesamt nur elf Hauptakkorden können wir bereits in den fünf Tonarten C, D, E, G und A spielen, wobei die mitgezählten Septakkorde nur kleine Abwandlungen der Tonika-Akkorde sind. Bei Einsatz des Kapos können wir mit diesen wenigen Akkordgriffen in allen übrigen Tonarten spielen - wir müssen nur wissen, in welchem Bund der Kapo angesetzt wird. Dazu ist der Quintenzirkel oder die Transponiertabelle hilfreich. Angenommen ein Lied ist in der Tonart F und den dazugehzörigen Akkorden notiert, so bietet es sich an, mit den leichteren E-Dur-Griffen zu spielen. Dazu tauscht man einfach die Akkorde aus, in dem man in der Transponiertabelle die Tonika E sucht und die rechts daneben befindlichen Akkorde verwendet. Mit etwas Praxis geht das bald auch ohne Tabelle.

Für Kreuztonarten wie C#, D#, F#, G#, A# können wir auf der Gitarre prinzipiell einen Kapo einsetzen, der uns die schwierigen Barrégriffe spart. Der Kapo im ersten Bund ersetzt den über alle Saiten gelegten Zeigefinger, der wie ein Balken alle Saiten gleichzeitig drückt. Wir können dann statt C# die Griffe der C-Kadenz benutzen, statt D# die D-Griffe usw., weil die Akkorde dann einen halben Ton höher klingen. Der Kapo ist aber bei weitem kein "Hilfsmittel" für faule Gitarristen. Wenn wir statt eines Barré-Griffs, der einen unserer vier Greiffinger in Anspruch nimmt, mit allen vieren greifen können, können wir auch noch Melodietöne oder kompliziertere Akkorde greifen.

Bei den b-Tonarten wie Db, Eb, Gb, Ab, Hb, die in der Tonhöhe mit den jeweiligen #-Tonarten (C#, D#, F#, G#,A#) identisch sind (enharmonische Verwechslung), gehen wir umgekehrt vor. Ist ein Lied in Gb (sprich: Ges) notiert, müssen wir von G um einen halben Ton erniedrigen. Das kommt aufs Gleiche hinaus, als wenn wir von G um einen ganzen Ton runtergehen (so dass wir bei F ankommen ) und dann um einen halben Ton erhöhen. Das Ergebnis ist F#. Wie man F# unter Verwendung des Kapos spielt wurde im vorigen Absatz beschrieben.

Während Dur-Akkorde nur mit dem Großbuchstaben des Grundtones, zum Beispiel C, bezeichnet werden, hängt man dem Moll-Akkord ein kleines m an, zum Beispiel Am (sprich: A-Moll). Ein Dur-Akkord besteht aus dem Grundton, der darüber liegenden (großen) Terz und der Quint (siehe Intervalle) - C beispielsweise aus den Einzeltönen c-e-g, ein Moll-Akkord besteht ebenfalls aus Grundton und Quinte, aber anstelle der (großen) Terz gibt es eine kleine Terz - ein kleiner, aber eben feiner Unterschied.

Septakkorde - egal ob Dur oder Moll - haben, wie schon im Kapitel Harmonielehre erwähnt, einen zusätzlichen Ton auf der um einen Halbton vermindeten siebenten Tonstufe - beim Akkord C7 oder Cm7 wäre das der Ton b. Septakkorde klingen etwas "schräg", was für unsere Ohren die Spannung erhöht, wenn sie als Dominatakkorde fungieren.

Weitere Nebenakkorde finden sich auf der 2. und 3. Tonstufe unserer Transponiertabelle. In der traditionellen europäischen Musik kommen sie, wie in der Tabelle
angegeben, meistens als Mollergänzung der Dur-Akkorde vor. Beim Jazz und der vom Jazz beinflussten amerikanischen Musik trifft man Nebenakkorde eher als Dur-Akkorde an, meist als Septakkorde an. Transponiert man also derartige Songs, muss man auch die Akkorde in den farblich nicht unterlegten Spalten der Tabelle im Augen behalten. Nebenakkorde von C-Dur sind z.B. C7 - G7 - D7 - A7 - E7 - H7.

Akkordbezeichnungen sind eigentlich alles, was man zur einfachen Liedbegleitung auf der Gitarre (oder anderen Instrumenten) verstehen muss. Natürlich gibt es weit kompliziertere Akkorde, die vor allem beim Jazz eine Rolle spielen, so die verminderten und übermäßigen Akkorde. Der Akkordbezeichnung wird dann entsprechend ein Minus oder Plus angehängt, zum Beispiel C+, aber damit muss man sich nur beschäftigen, wenn es jazzig klingen soll. Alternativ funktioniert oft auch der einfache Akkord.

Die wichtigsten Akkorde für die Ukulele finden sich auf meinem Ukulelelzirkel



zum Anfang Taktarten

Der Takt ist ein rhythmisches Grundmuster, das normalerweise über das gesamte Lied anhält. Deshalb steht die Taktart schon vor der ersten Note. Nur wenn sich ausnahmsweise die Taktart innerhalb eines Liedes ändert - und sei es auch noch so kurz wie etwa für einen halben Takt lang - wird die Taktart an spätere Stelle erneut bezeichnet. Fast in jedem Lehrbuch findet sich das Kapitel über Takt und Rhythmus am Ende, so auch hier. Von der Wichtigkeit ausgehend, sollte das Kapitel am Anfang stehen. Denn in der musikalischen Praxis ist ein falscher Ton (Tonhöhe) eher verzeihlich, wenn er von richtigen Tönen gefolgt wird. Unser Gehirn gleicht von sich aus Differenzen in der Tonhöhe einigermaßen aus, aber beim Takt lässt es sich nichts vormachen.

Richtige Töne zur falschen Zeit machen alles zunichte! Zumindest wird Musik besonders dann - um es mit Wilhelm Buch zusagen -  "als störend empfunden", wenn sie mit einem holprigen Rhythmus verbunden. Deshalb sollte man sich von Anfang an klar machen, dass ein guter (gleichmäßiger) Takt die Seele der ganzen Chose ist. Und deshalb nimmt dieses Kapitel, obgleich es am Ende steht, wesentlich mehr Platz ein.

Im wesentlich kann man einfach in geraden (4/4) und ungeraden Takt (3/4) unterscheiden. Alles andere (2/4 oder oder 6/8) ist eher eine Frage der Geschwindigkeit. Ein Takt umfasst immer eine stark betonte Note - am Anfang des Taktes, gefolgt von mehreren schwächer betonten Noten. Beim Gesang also eine stark betonte Wortsilbe - am Anfang des Taktes, gefolgt von schwächer betonten Silben. Neben den Grundtaktarten (3/4 und 4/4) gibt es natürlich kompliziertere Taktarten und rhythmische Stilistiken, die sich aus diversen Notenfähnchen, Pausenzeichen und Punktierungen ergeben. Diese Zeichen lesen und gleichzeitig danach spielen zu können, erfordert jahrelange Übung. Doch so viel Geduld haben wir nicht. Wir wollen schon beim nächsten Lagerfeuer was zum besten geben. Wenn wir ein Lied hören, danach tanzen oder schunkeln, nehmen wir die gleichmäßige Folge der Betonungen unbewusst auf. Schwanken diese Betonungen zu sehr, verlieren wir den Takt, kommen beim Tanzen aus dem Schritt - und selbst das bloße Zuhören wird dann nervig.

Der typische 3/4 -Takt findet sich im Walzer, aber auch in zahlreichen Balladen. Ob eine Ballade oder sonst ein Lied in diesem oder jenen Takt zu spielen ist, steht am Anfang der Notenlinie. Wenn wir keine Noten haben, zählen wir einfach die Viertel eines Taktes. Der takt beginnt immer mit einer betonten Note. "Die Eins" ist immer betont. Zählen wir nun ab der ersten Betonung 1, 2, 3 und landen bei 4 auf einer Betonung, kann es sich nur um einen 3/4-Takt handeln - die 4 ist dann praktisch wieder eine betonte 1. Und so müsste es dann also durch das gesamte Lied weitergehen: 1, 2, 3, 1, 2, 3, 1, 2, 3... Zählen wir aber 1, 2, 3, 4 und stoßen erst bei 5 auf eine Betonung, handelt es sich um einen 4/4-Takt - 5 ist dann eigentlich wieder 1 - und mann müsste weiterzählen können: 1, 2, 3, 4
,1, 2, 3, 4, 1, 2, 3, 4... Einfach ausprobieren! Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür.

Beim Spiel auf der Gitarre können wir diesen Takt gut unterstützen, in dem wir Wechselbässe spielen. Das heißt: wir schrumpeln nicht einfach nur über alle Saiten, sondern zupfen auf 1 mit dem Daumen den Grundton eines Akkordes auf einer der dicken Saiten. Auf 2 und 3 streifen wir mit dem Zeigefinger je einmal über die dünnen Saiten. Auf der nächsten 1 zupfen wir eine alternative Basssaite und streifen bei 2 und 3 wieder je einmal über die dünnen Saiten. Dann geht es wieder von vorn los - bis zum Ende des Liedes. Nach dem gleichen Prinzip wechseln wir die Bässe beim 4/4-Takt, nur dass wir mit dem Daumen, die Basseiten wechselnd, sowohl auf 1 als auch auch 3 zupfen - während wir auf 2 und 4 mit dem Zeigefinger über die dünnen Saiten streifen. Nach etwas Übung geht das ganz von selbst - und früher oder später kann man das Ganze vielseitig variieren - man hat es dann einfach im Blut...


Wichtig ist diese Zählerei besonders bei Liedern mit Auftakt, weil die erste gesungene Silbe dann nicht auf der Zählzeit 1 steht. Diesen Auftakt singt man - entweder ohne Begleitung und setzt erst bei der ersten Betonung, also auf 1 mit dem Zupfen des Grundtones (auf einer der dicken Saiten) an - oder man spielt erst ein oder zwei Takte auf der Gitarre und setzt an der passenden Stelle mit dem Gesang ein.

Meistens werden auch die Akkorde auf der Zählzeit 1 gewechselt, aber nicht immer und auch mal zwischendurch!
Im folgenden Beispiel, einem bekannten Volkslied im 3/4-Takt, stehen die Akkordbezeichnungen über dem Text. Die roten Silben sind jeweils die Zählzeit 1 - die Melodie beginnt in diesem Beispiel also schon auf der Zählzeit 3 (Auftakt). Ist ein Lied wie hier im Reimschema aufgeschrieben, muss man sich die erste Wortsilbe der folgenden Zeilen als Rest des letzten Taktes der vorigen Zeile denken.

3/4-Takt 1. Takt 2. Takt 3. Takt 4. Takt
Auftakt A - E7 A
Die Ge- danken sind frei,        wer kann sie   er- raten?
Resttakt A - E7 A
      Sie fliehen vor- bei           wie chtliche Schatten
Resttakt E7 A E7 A
     Kein Mensch kann sie   wissen, kein   ger       er- schießen
Resttakt D A D         E A
        Es bleibet             da- bei:    Die Ge- danken sind   frei


Wie lange die einzelnen Töne (beim Gesang die Wortsilben) zu halten sind, prägen wir uns per Gehör mit der Melodie ein. Kennen wir die Melodie nicht und wollen uns diese über die Noten erschließen, müssen wir die Form der Noten und Pausenzeichen beachten. Die meisten Lieder sind als 3/4 oder 4/4-Takt notiert. Deshalb kommt die Viertelnote am häufigsten vor.
Ganze Noten sehen wie ein leicht schräger ovaler Kreis aus. Sie dauern einen ganzen Takt an.
Halbnoten haben dazu einen senkrechten Strich. Sie klingen halb so lange wie ganze Noten.
Bei Viertelnoten ist der ovale Kreis schwarz ausgefüllt. Sie dauern einen viertel Takt. Beim 4/4-Takt gibt es normalerweise vier pro Takt, es können aber beispielsweise auch drei Viertelnoten + zwei Achtelnoten sein - denn 3/4 + 2/8 = 4/4.
Achtelnoten haben dazu rechts ein Fähnchen.
16tel-Noten haben zwei Fähnchen. 32stel Noten haben 3 Fähnchen, 64stel Noten vier Fähnchen.

Punktierungen: Nach manchen Noten steht außerdem ein Punkt. Derartig punktierte Note zeigen eine Verlängerung ihrer Dauer um die Hälfte ihres Wertes an. So könnte man in einem 4/4-Takt auch zwei viertel Noten + eine punktierte viertel Note + eine achtel Noten antreffen - denn 2/4 + 1/4 (+ 1/8) + 1/8 = 4/4. Punktierte Noten bringen zusätzlich etwas Pepp in die Melodie - bei deutschen Volksliedern und Schlagern eher die Ausnahme...

Das stille Gegenstück zur klingenden Note oder gesungenen Wortsilbe ist die Pause:
Halbe Pausen dauern entsprechend einen halben Takt an. Im 4/4-Takt könnten beispielsweise zwei viertel Noten und eine halbe Pause stehen - denn 2/4 + 1/2 = 4/4
Eine viertel Pause dauert einen viertel Takt. So könnten im 4/4-Takt drei viertel Noten und einen viertel Pause stehen - denn 3/4 + 1/4 = 4/4.
Eine achtel Pause dauert demnach einen achtel Takt. Im 4/4-Takt könnten drei viertel Noten, eine achtel Note und einen achtel Pause stehen - denn 3/4 + 1/8 + 1/8 = 4/4.

Das Zusammenspiel von Notendauer, Punktierungen und Pausen ist also Bruchrechnung - mit etwas Übung wird daraus Musik...





Anmerkung: Diese Seite habe ich für meine Schüler verfasst. Wer hier sonst Nützliches findet, möge sich bedienen. Und wer es besser weiß, darf mich korrigieren.


zum Anfang Gutes Gelingen wünscht
                                  Euer Alex

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